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Kirche befürwortet Sitzblockaden der Castor-Gegner

Der EKD-Ratsvorsitzende Nikolaus Schneider.Großansicht

Hannover (dpa) - Der amtierende Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Nikolaus Schneider, befürwortet Sitzblockaden gegen den Castor-Transport nach Gorleben als legitime Protestform.

«Wenn es in dieser Weise geschieht, denke ich, ist es ein gutes Zeichen für unsere Demokratie», sagte Schneider am Dienstag im ARD-«Morgenmagazin». Gewalttätige Auseinandersetzungen wie zwischen Atomkraftgegnern und Polizisten am Wochenende lehnte der rheinische Präses aber deutlich ab: «Wir müssen solche Dinge sofort eindämmen, denn wir wollen nicht Formen des Krieges miteinander praktizieren.»

Schneider sprach sich zudem gegen bisherige Konzepte für die Endlagerung von Atommüll aus: «Bei der Endlagerung müssen wir Zeiträume anpeilen, die gehen weit über das hinaus, was ein Mensch verantworten kann», sagte er. «Wir können real gesehen gar keine Form der Verantwortung übernehmen.»

Der 63-Jährige steht am Dienstag als einziger Kandidat für die Nachfolge der im Februar zurückgetretenen Margot Käßmann zur Wahl.

Atom / Transporte / Gorleben / Kirchen
09.11.2010 · 09:45 Uhr
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