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Kinder in Konflikten: UN nennt brutale Gruppen

Neunjähriger KindersoldatGroßansicht
New York (dpa) - Noch immer werden Kinder in bewaffneten Konflikten vergewaltigt, verstümmelt und misshandelt. Die Vereinten Nationen zeigen jetzt erstmals mit dem Finger auf diejenigen Verantwortlichen, die besonders brutal und hartnäckig vorgehen.

In dem UN-Jahresbericht, der am Freitag in New York von einer Arbeitsgruppe des Weltsicherheitsrats hinter verschlossenen Türen beraten wurde, werden mehrere Regierungseinheiten und paramilitärische Organisationen namentlich genannt. Die UN hatten sie mindestens fünf Jahre lang beobachtet.

Der Bericht enthält Angaben zu insgesamt 16 Organisationen. Dazu zählen die Übergangsregierung in Somalia, die paramilitärische Gruppe Widerstandsarmee des Herrn (LRA) in Uganda, die militante Untergrundorganisation von Abu Sayyaf im muslimischen Süden der Philippinen und eine Rebellengruppe des Stammes der Hutu, die auf dem Gebiet des Kongo operiert (FDLR).

«Immer noch werden Kinder als Spione, Soldaten und menschliche Schutzschilde missbraucht. Zu oft sind sie Opfer während militärischer Operationen», mahnte Radhika Coomaraswamy, die Sonderbeauftragte von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon für Kinder in bewaffneten Konflikten.

Die Rebellengruppe Nationale Befreiungsfront (FNL) aus Burundi wurde dagegen von der Liste gestrichen. Kinder, die von der FNL als Soldaten rekrutiert worden waren, seien mittlerweile wieder mit ihren Familien vereint, heißt es in dem UN-Jahresbericht. Das Papier soll Mitte Juni in einer offenen Debatte über Kinder in bewaffneten Konflikten diskutiert werden.

UN / Konflikte
22.05.2010 · 11:08 Uhr
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