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Kenianer stimmen über neue Verfassung ab

Befürworter des Verfassungsentwurfs mit einem Porträt von Premierminister Raila Odinga.Großansicht

Nairobi (dpa) - In Kenia hat eine Volksabstimmung über eine neue Verfassung begonnen. Gut zwölf Millionen Wahlberechtigte sollen die Weichen für die künftige Gestalt des ostafrikanischen Staates stellen.

Die neue Verfassung sieht unter anderem eine Einschränkung der Macht des Präsidenten vor: Künftig soll auch ein Amtsenthebungsverfahren möglich sein. Eine teilweise Legalisierung der Abtreibung und die Einführung islamischer Familiengerichte sorgen bei den Gegnern der Verfassung für besonders großen Widerstand. Das Ergebnis soll am Freitag vorliegen.

Letzten Umfragen zufolge zeichnet sich bei dem Referendum eine Mehrheit für die neue Verfassung ab. Ein massives Polizeiaufgebot von mehr als 70 000 Beamten und UN-Beobachtern soll sicherstellen, dass die Abstimmung friedlich verläuft. Sie gilt auch als wichtiger Test für die nächsten Parlaments- und Präsidentenwahlen Ende 2012.

Präsident Mwai Kibaki und Premierminister Raila Odinga hatten am Dienstag zu einem friedlichen Urnengang mit hoher Wählerbeteiligung aufgerufen. Viele Kenianer denken noch mit Schrecken an die blutigen Unruhen nach der Präsidentenwahl im Dezember 2007. Damals waren über 1300 Menschen getötet worden, hunderttausende flohen vor brutaler Gewalt zwischen verschiedenen ethnischen Gruppen.

Innenpolitik / Verfassung / Kenia
04.08.2010 · 07:43 Uhr
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