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Keine neue Entwicklung im Fall Aschtiani

Sakineh Mohammadi Ashtiani war 2006 verhaftet und zum Tod durch Steinigung verurteilt worden.Großansicht

Teheran (dpa) - Im Fall der ursprünglich zum Tode durch Steinigung verurteilten Iranerin Sakineh Mohammadi-Aschtiani gibt es nach Angaben der iranischen Justiz keine neue Entwicklung.

Die wenig bekannte Abgeordnete Sohreh Elahian hatte in einem Brief an die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff geschrieben, die Todesstrafe für Aschtiani sei ausgesetzt worden. Die Angaben der Abgeordneten seien falsch, sagten Generalstaatsanwalt Gholam-Hossein Mohsen-Ejehi und Justizsprecher Malek Ajdar Scharifi am Montag nach Angaben der offiziellen Nachrichtenagentur IRNA.

Aschtiani war 2006 wegen Ehebruchs zum Tode durch Steinigung verurteilt worden. Nach massiven Protesten des Auslands hieß es dann, sie werde nun nicht mehr wegen Ehebruchs verurteilt, was die Steinigung zur Folge hätte, sondern wegen Mitwirkung an der Ermordung ihres Mannes. Darauf steht im Iran der Tod durch den Strang.

Das Schreiben der Abgeordneten war an Rousseff gerichtet, weil sich die brasilianische Präsidentin, wie auch ihr Vorgänger Luiz Inacio Lula, für die Frau eingesetzt hat. Lula hatte Aschtiani sogar Asyl angeboten.

Beobachter sahen den Brief als politische Geste, um den Iran vor dem Atomtreffen mit den sechs Weltmächten an diesem Freitag in Istanbul in ein besseres Licht zu rücken. Elahian bekräftigte darin die Position Teherans, dass die Kampagne des Westens für Aschtiani politisch motiviert und lediglich Propaganda und psychologische Kriegsführung gegen den Iran sei.

Justiz / Iran
17.01.2011 · 18:02 Uhr
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