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Keine Anfrage wegen Klinikaufenthalt Mubaraks

Berlin (dpa) - Die Bundesregierung hat sich zurückhaltend zu einem möglichen Aufenthalt des ägyptischen Präsidenten Husni Mubarak in Deutschland geäußert.

Zu Spekulationen, wonach sich Mubarak zur Behandlung in ein deutsches Krankenhaus begeben könnte, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin: «Es gibt weder offiziell noch inoffiziell Anfragen einen solchen Aufenthalt betreffend. Deshalb gibt es keinen Grund für die Bundesregierung, sich mit dieser Frage hypothetisch zu befassen.»

Zugleich forderte die Bundesregierung die ägyptische Führung zum weiteren Dialog mit der Opposition auf. Die Gespräche vom Wochenende könnten «sicherlich nur ein erster Schritt» sein, sagte Seibert. Auf eine Rücktrittsforderung an die Adresse des ägyptischen Präsidenten legte sich der Sprecher weiterhin nicht fest. «Wir glauben, dass es nicht unsere Rolle ist, Rücktritte zu fordern.» Es sei aber «schon jetzt klar, dass die Ära Mubarak in ihrer allerletzten Phase ist».

Nach Angaben des Auswärtigen Amtes halten sich derzeit noch etwa 14 000 Bundesbürger in Ägypten auf, davon etwa 12 000 Urlauber und etwa 2000 Deutsche mit ständigem Wohnsitz in Ägypten. Vor Beginn der Unruhen waren es nach Schätzungen bis zu 50 000 gewesen.

Unruhen / Ägypten / Deutschland
07.02.2011 · 12:32 Uhr
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