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Karstadt-Mutter Arcandor reicht Insolvenz ein

Essen (dts) - Der angeschlagene Handelskonzern Arcandor hat heute beim Amtsgericht Essen die Insolvenz angemeldet. Es wurde jeweils ein eigener Antrag wurde für die Töchter Karstadt und Quelle wegen drohender Zahlungsunfähigkeit gestellt. Nach Angaben des Arcandor-Generalbevollmächtigten Horst Piepenburg ist die Firmen-Pleite die größte Insolvenz in der deutschen Geschichte, über 43.000 Jobs stehen auf dem Spiel. Nicht betroffen vom Insolvenzverfahren sind die Reisetochter Thomas Cook, die Primondo-Spezialversender mit ihren Tochter- und Beteiligungsgesellschaften sowie der Homeshopping-Sender HSE24. Karstadt-Kunden sollen von der Insolvenz nicht beeinträchtigt werden, da Arcandor den Geschäftsbetrieb vorerst aufrecht erhalten will. Arcandor-Vorstandschef Karl-Gerhard Eick sieht während der Insolvenz das vorrangige Ziel in der Erhaltung des Konzerns als Ganzes mit allen Geschäftsfeldern. Eick sicherte den Mitarbeitern zu, dass ihre Gehälter durch das Insolvenzgeld von 250 Millionen Euro bis einschließlich August gesichert seien. Bundeskanzlerin Merkel verteidigte unterdessen die Entscheidung, Arcandor nicht mit staatlichen Krediten zu retten. Merkel bezeichnete die Insolvenz des Handelskonzern als Chance für die Mitarbeiter bei einer möglichen Übernahme von Karstadt durch Metro. Unterdessen hat die Staatsanwaltschaft Essen gegen Arcandor-Chef Eick Ermittlungen wegen des Verdachts der Insolvenzverschleppung eingeleitet. Gestern hatte der Bund die von Arcandor beantragte Rettungsbeihilfe über 437 Millionen Euro sowie eine Staatsbürgerschaft über 650 Millionen Euro abgelehnt.
DEU / Wirtschaftskrise
10.06.2009 · 00:23 Uhr
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