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Karstadt-Mutter Arcandor bekommt wahrscheinlich keine Staatshilfen

Essen (dts) - Der angeschlagene Handels- und Tourismuskonzern Arcandor wird wohl keine staatlichen Hilfen bekommen. Die EU-Komission bezweifelte, dass der Karstadt-Mutterkonzern erst seit der aktuellen Finanzkrise in wirtschaftlichen Schwierigkeiten steckt. Nach Angaben der EU-Wettbewerbskommissarin Kroes sei Arcandor bereits vor Beginn der Krise im Sommer 2008 in Schieflage geraten. Damit qualifiziere sich das Unternehmen nicht für Hilfen aus dem Milliardenfonds der Bundesregierung. Arcandor hatte auf eine Staatsbürgschaft von 650 Millionen Euro gehofft. Unterdessen demonstrierten heute in Nürnberg rund 3.000 Arcandor-Beschäftigte für staatliche Unterstützung. Management, Beschäftigte und Betriebsräte forderten eine faire Chance um zu beweisen, dass es ein tragfähiges Zukunftskonzept für das Unternehmen gebe. SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier hat sich währenddessen gegen eine Absage an den Handelskonzern ausgesprochen. Steinmeier sagte in einem ZDF-Interview, es sei falsch "an Arcandor ein Exempel zu statuieren."
DEU / Wirtschaftskrise / Arcandor / Staatliche Hilfen
04.06.2009 · 00:28 Uhr
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