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Kanzlerin: Frauen stärker in Wirtschaft beteiligen

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Duisburg (dpa) - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat zum Wahlkampfauftakt der CDU-Frauen eine stärkere Beteiligung von Frauen in der Wirtschaft gefordert. Unternehmen verließen Deutschland nicht aus Steuergründen, sondern weil sie nicht genügend Fachkräfte finden.

«Da sind Frauen ein großes Potenzial», sagte die Kanzlerin am Sonntag in Duisburg. Vor allem im außertariflichen Bereich fordert sie gleiche Löhne für Männer und Frauen. Gesetzlich festgelegte Frauenquoten in Vorständen und Aufsichtsräten, wie es Norwegen eingeführt hat, lehnte Merkel ab.

Die Vorsitzende der Frauen Union, Maria Böhmer, hält eine Quote in Großunternehmen grundsätzlich für möglich. Norwegen habe per Gesetz eine Quote von 40 Prozent beschlossen. «Wenn alle Appelle nichts nützen, kann das auch für Deutschland eine Option sein», sagte die Integrationsbeauftragte des Bundes. Sie wurde beim Bundesdelegiertentag am Wochenende mit 96,6 Prozent im Amt bestätigt.

In einer Duisburger Erklärung hat die Frauen Union elf Handlungsziele formuliert. Darin fordert sie unter anderem bessere Betreuungsmöglichkeiten für Kinder. Dazu zählten flexible Angebote und den beitragsfreien Besuch von Kindergärten. Zur Begründung hieß es, Eltern sollten sich voll im Beruf engagieren und gleichzeitig mehr Zeit für ihre Kinder und zu pflegende Angehörige nehmen können. Für Mütter und Väter, die keinen Krippenplatz in Anspruch nehmen, planen die CDU-Frauen ein Betreuungsgeld ein. Ferner fordern die CDU- Frauen eine bessere Altersversorgung und einen höheren steuerlichen Kinderfreibetrag von 8004 statt 6024 Euro.

www.frauenunion.de

Parteien / CDU / Frauen
16.08.2009 · 15:48 Uhr
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