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Kairo von neuen Ausschreitungen erschüttert

Kairo (dts) - Die ägyptische Hauptstadt Kairo ist am Sonntag erneut von schweren Ausschreitungen erschüttert worden. Behördenangaben zufolge seien dabei mindestens 24 Menschen ums Leben gekommen und mehr als 200 Personen verletzt worden. Damit handle es sich um die schlimmsten Ausschreitungen seit dem Sturz von Präsident Husni Mubarak.

Der Auseinandersetzung zwischen Christen, Muslimen und Sicherheitskräften sei eine Demonstration tausender koptischer Christen gegen einen Angriff auf eine Kirche im Süden des Landes vorausgegangen. Die christlichen Demonstranten fürchten eine Islamisierung des Staates unter dem Einfluss der Muslimbruderschaft. Wie genau es zu den Ausschreitungen kam, bei denen sowohl Demonstranten als auch Sicherheitskräfte getötet worden, sei bislang unklar. Augenzeugen berichten von zwei Panzerspähwagen der Armee, die mitten in die Menge gefahren seien, wodurch mehrere Demonstranten überrollt und getötet worden. Nach den Unruhen wurde für das Gebiet eine fünfstündige Ausgangssperre verhängt. Für Montag berief die Militärregierung das Kabinett zu einem Dringlichkeitstreffen ein. Unterdessen seien dutzende Personen festgenommen worden. Ob es sich um Christen oder Muslime handelt, war zunächst nicht bekannt.
Ägypten / Militär / Weltpolitik
10.10.2011 · 10:56 Uhr
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