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Kabinett beschließt Gesetzentwurf gegen ländlichen Medizinmangel

Berlin (dts) - Das Kabinett hat am Mittwoch einen Gesetzentwurf zur Behebung des ländlichen Ärztemangels beschlossen. Mit den geplanten Maßnahmen möchte Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) die wohnortnahe medizinische Versorgung flächendeckend sicherstellen. Mediziner sollen vor allem durch finanzielle Anreize in dünn besiedelte Regionen gelockt werden.

Der Entwurf sieht unter anderem vor, dass Ärzte keine Abschläge mehr auf ihre Honorare hinnehmen müssen, wenn sie in dünn besiedelten Gebieten arbeiten. Bisher sorgte eine Deckelung dafür, dass ein Landarzt finanzielle Nachteile hat, wenn er besonders viele Patienten behandelt. Zudem sollen Familie und Beruf künftig besser vereinbar sein, um auch mehr Medizinerinnen für das Leben auf dem Land zu gewinnen. Ferner will sich die Bundesregierung für mehr Medizin-Studienplätze einsetzen. Dazu soll auch eine sogenannte eine "Landarztquote" eingeführt werden. Krankenkassen rechnen durch die Neuregelung mit Mehrkosten von 200 Millionen Euro im Jahr. Gesundheitsminister Bahr verteidigte den Entwurf gegen Kritik und erklärte, wenn man jetzt nichts gegen bereits bestehende oder drohende Unterversorgung tue, werde es auf Dauer teurer für die Versicherten.
DEU / Parteien / Gesundheit
03.08.2011 · 16:24 Uhr
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