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Kabeldiebe behindern internationalen Zugverkehr

Eine Signalanlage vor leeren Gleisen (Archivbild): Kabeldiebe haben den Zugverkehr erheblich gestört.Großansicht

Paris (dpa) - Kabeldiebe haben den internationalen Bahnverkehr zwischen Frankreich, Deutschland, Belgien und England durcheinandergebracht. Die Täter stahlen am frühen Dienstagmorgen im großen Stil wichtige Kabel und Glasfaserleitungen.

Dadurch sei ein Teil der Signalanlagen lahmgelegt worden, teilte die französische Bahngesellschaft SNCF mit.

Betroffen waren zahlreiche Hochgeschwindigkeitszüge mit dem Start- oder Zielbahnhof Paris Nord, darunter auch mindestens ein Thalys-Zug in Richtung Köln. Die französische Bahn rechnete den ganzen Vormittag über mit Behinderungen des Verkehrs und Verspätungen.

Hintergrund des Kabeldiebstahls sind vermutlich die gestiegenen Preise für Buntmetall. Für eine Tonne Kupfer werden auf dem Weltmarkt mittlerweile rund 10 000 Dollar (7300 Euro) gezahlt.

In Deutschland waren im vergangenen Jahr nach Bahnangaben mehr als 8500 Züge von Verspätungen oder Umleitungen betroffen, die durch den Diebstahl von Leitungskabeln oder Halteseilen von Strommasten verursacht wurden. Im Vorjahr waren es nur rund 3000 Züge. Die Schäden stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 40 Prozent. Sie liegen bei einem niedrigen zweistelligen Millionenbetrag. In Frankreich hat sich die Zahl der Metalldiebstähle von 2009 auf 2010 verdoppelt.

Verkehr / Kriminalität / Bahn / Frankreich
08.02.2011 · 12:35 Uhr
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