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Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger verteidigt Kritik an katholischer Kirche

Berlin (dts) - Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) hat ihre Kritik an der katholischen Kirche aufrecht erhalten. In einem Brief an den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz Zollitsch, der der ARD vorliegt, schreibt die Ministerin, dass sie bei ihren Äußerungen zu den Missbrauchsfällen von den Leitlinien der Deutschen Bischofkonferenz ausgegangen sei. Diese halte die FDP-Politikerin nicht für ausreichend. "Deshalb habe ich an die katholische Kirche appelliert, diese Leitlinien zum Vorgehen bei sexuellem Missbrauch Minderjähriger vor allem hinsichtlich einer höheren Verfahrensneutralität und -transparenz und einer deutlich verbesserten Zusammenarbeit mit den staatlichen Strafverfolgungsbehörden zu überarbeiten." Die Ministerin begrüße darüber hinaus, "dass Sie es ebenfalls als notwendig ansehen, die staatlichen Behörden schnellstmöglichst einzuschalten und für eine lückenlose strafrechtliche, aber auch zivilrechtliche Aufklärung zu sorgen." Leutheusser-Schnarrenberger bleibt dabei weiterhin bei ihrem Vorschlag, einen runden Tisch zu dem Thema einzurichten. Zudem sei es gut, "dass die katholische Kirche in Deutschland mit der Öffentlichkeit in einen Dialog eintritt. Dieser sollte offen und vorbehaltlos sein", so die Ministerin.
DEU / Parteien
25.02.2010 · 18:21 Uhr
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