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Justizministerin erwartet mehr vom Papst

Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger erwartet, dass sich Papst Benedikt XVI. auch bald direkt zu den Fällen in Deutschland äußern wird.Großansicht
Frankfurt/Main (dpa) - Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) erwartet weitere Schritte von Papst und katholischer Kirche im Missbrauchsskandal.

In der «Frankfurter Rundschau» (Montag) forderte die Ministerin die Kirche auf, beim Kampf gegen sexuellen Missbrauch künftig enger mit der Staatsanwaltschaft zusammenzuarbeiten. Sie äußerte gleichzeitig die Erwartung, dass Papst Benedikt XVI. nach seinem jüngsten Hirtenbrief sich auch bald direkt zu den Fällen in Deutschland äußern werde.

«Ich finde die neue Praxis der bayerischen Bischöfe sehr bemerkenswert», sagte Leutheusser-Schnarrenberger der Zeitung. Sie wollten bei jedem Verdacht die Staatsanwaltschaft einschalten. «Das zeigt, dass in der katholischen Kirche eine Debatte über den Umgang mit Missbrauchsfällen in Gang gekommen ist, auch wenn der Vorstoß der bayerischen Bischöfe noch nicht von allen anderen Diözesen geteilt wird», meinte die Ministerin. Als vorbildlich bezeichnete sie die Entscheidung der Evangelischen Kirche, Täter künftig «weder in der Gemeindearbeit noch in der Seelsorge noch in der Arbeit mit Jugendlichen» einzusetzen.

Kriminalität / Kirchen
21.03.2010 · 22:03 Uhr
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