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Juschtschenko kritisiert Moskaus Krim-Politik

Viktor Juschtschenko (Archivbild): Bei der russischen Schwarzmeerflotte herrschen «Gesetzlosigkeit und Schlamperei».Großansicht
Kiew/Moskau (dpa) - Der ukrainische Präsident Viktor Juschtschenko hat Russland vorgeworfen, die Lage auf der Schwarzmeer-Halbinsel Krim zu destabilisieren.

Bei der russischen Schwarzmeerflotte auf der Krim herrschten «Gesetzlosigkeit und Schlamperei», die jüngst zu Zusammenstößen mit der ukrainischen Polizei geführt hätten, sagte Juschtschenko dem Nachrichtenmagazin «Der Spiegel». Es sei das Recht der Ukrainer, die in einem Pachtvertrag bis 2017 vereinbarte Moskauer Militärpräsenz zu kontrollieren. Weil es Kräfte gebe, die auf eine Destabilisierung der Krim setzten, müsse die Ukraine ihre Sicherheit im Bündnis mit der NATO suchen. Juschtschenko will Anfang 2010 wieder zur Präsidentenwahl antreten.

Der Ukraine drohe unter dem Einfluss Moskaus ein Verlust demokratischer Grundwerte, warnte Juschtschenko, der nach der Orangenen Revolution von 2004 an die Macht kam. Er beschuldigte seine Regierungschefin und innenpolitische Rivalin Julia Timoschenko erneut, Interessenvertreterin Russlands zu sein. Timoschenkos Umgebung behindere auch die Aufklärung des Giftanschlags gegen ihn im Jahr 2004. Die Ermittlungen zu dem Dioxin-Anschlag seien inzwischen abgeschlossen. «Leute, die meine Vergiftung während jenes offiziellen Abendessens unmittelbar organisierten, befinden sich seit vier Jahren in Moskau - darunter ein früherer stellvertretender Geheimdienstchef, der Koch und jemand von der Bedienung», sagte Juschtschenko.

International / Ukraine / Russland
05.09.2009 · 12:20 Uhr
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