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Junge Unionspolitiker wollen Kinderlose stärker zur Kasse bitten

Berlin (dts) - Die Junge Gruppe in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion will Kinderlose stärker zur Kasse bitten, um den Kostenanstieg in der Kranken- und Pflegeversicherung zu bremsen. In einem Konzept für Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), das dem "Spiegel" vorliegt, plädieren die jungen Abgeordneten um den sächsischen Parlamentarier Marco Wanderwitz dafür, über 25-Jährige ab 2013 mit einer Abgabe für eine "solidarische Demografie-Rücklage" zu belasten. Sie soll prozentual vom Einkommen erhoben werden – diskutiert wird etwa ein Prozent – und nach Anzahl der Kinder gestaffelt werden: Kinderlose zahlen voll, Eltern mit einem Kind die Hälfte.

Eltern, die zwei oder mehr Kinder haben, sollen hingegen von der Abgabe befreit sein. "Insbesondere in der Kranken- und Pflegeversicherung profitieren Menschen mit keinem oder einem Kind derzeit erheblich davon, dass andere ihrer Generation zwei oder mehr Kinder bekommen haben, weil sie im Alter dieselbe solidarische Leistung mit deutlich geringerem Einsatz bekommen", heißt es zur Begründung. Die Abgabe soll dem Fiskus bis 2025 einen zweistelligen Milliardenbetrag einbringen. Bei einem Treffen Mitte Dezember zeigte sich Kanzlerin Merkel gegenüber der Idee aufgeschlossen.
DEU / Parteien / Steuern
12.02.2012 · 09:20 Uhr
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