News
 

Jung prüft Versicherungsschutz für Soldaten

SargGroßansicht
Berlin (dpa) - Nach der Weigerung von Versicherungsunternehmen, im Ausland verletzten Soldaten die Unfallversicherung auszuzahlen, lässt Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) andere Absicherungen prüfen. Das teilte sein Sprecher Thomas Raabe am Freitag in Berlin mit.

Seit dem Kosovo-Einsatz 1999 hätten Versicherungen in 21 Fällen, darunter eine Lebensversicherung bei einem Todesfall, nicht gezahlt, teilte er mit. Hier sei der Bund über das Soldatenversorgungsgesetz eingesprungen. Die Gesamtsumme belaufe sich auf 560 000 Euro.

Eine Sprecherin des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft sagte der Deutschen Presse-Agentur in Berlin, in den Bestimmungen der Unfallversicherungen sei klar geregelt, dass Leistungen bei Unfällen durch «Kriegs- oder Bürgerkriegsereignisse» verweigert werden können.

Raabe sagte, die Politik müsse sich um Klärung bemühen. Die Frage sei: «Wie gehen wir eigentlich damit um, dass Soldaten ihr Leben einsetzen für die Freiheit Deutschlands am Hindukusch und in Deutschland dann offensichtlich Probleme haben bei der Versicherung.» Auch die Versicherer wollten sicherlich, dass die Bundesrepublik Deutschland weiterhin gut verteidigt werde. «Das geht nun mal nicht ohne Soldaten», sagte Raabe.

Bundeswehr / Afghanistan
10.07.2009 · 13:56 Uhr
[5 Kommentare]

Die aktuellen Schlagzeilen

 
 

 

News-Archiv

 
Diese Woche
Letzte Woche
Vorletzte Woche
Top News

Weitere Themen