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Jung: Habe Zivilopfer nicht ausgeschlossen

Bundesverteidigungsminister Jung hat Vorwürfe zurückgewiesen, Informationen über zivile Opfer zurückgehalten zu haben. (Archivfoto)Großansicht
Berlin (dpa) - Der frühere Verteidigungsminister und jetzige Arbeitsminister Franz Josef Jung (CDU) hat Vorwürfe zurückgewiesen, möglicherweise Informationen über zivile Opfer bei einem Luftangriff in Afghanistan zurückgehalten zu haben.

In Berlin erklärte er am Donnerstag, es sei eine Tatsache, «dass ich von Anfang an und auch beispielsweise am 6. September klar gesagt habe, dass wir zivile Opfer nicht ausschließen können». Bei dem von einem Bundeswehr-Oberst angeforderten Luftangriff waren am 4. September zwei von Taliban entführte Tanklaster bombardiert worden. Nach heutigem Erkenntnisstand wurden dabei bis zu 142 Menschen getötet oder verletzt.

Nach einem Bericht der «Bild»-Zeitung lagen dem Einsatzführungskommando der Bundeswehr bereits am Abend des Angriffstages Berichte von Bundeswehrangehörigen über verletzte Zivilisten vor.

Jung sagte, er habe damals von verschiedenen afghanischen Stellen die Information erhalten, dass nach Befragungen am Ort feststehe, dass ausschließlich Taliban und deren Verbündete getroffen worden seien. Er nannte als Quellen den Gouverneur, den Polizeichef und den Armeechef von Kundus sowie den Vorsitzenden des Provinzrates. In einem Interview vom 6. September hatte Jung gesagt, es seien «nach allen mir zurzeit vorliegende Informationen (...) ausschließlich Taliban getötet worden».

Konflikte / Bundeswehr / Afghanistan
26.11.2009 · 09:59 Uhr
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