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Jung geht nicht von zivilen Opfern aus

Berlin (dpa) - Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) hat Vorwürfe zurückgewiesen, bei dem von der Bundeswehr angeforderten Luftangriff auf die Taliban seien auch unschuldige Zivilisten getötet worden.

«Nach allen mir zur Zeit vorliegenden Informationen sind bei dem durch ein US-Flugzeug durchgeführten Einsatz ausschließlich terroristische Taliban getötet worden», sagte Jung der «Bild am Sonntag». Bei einem nachträglichen Aufklärungseinsatz seien am Ort des nächtlichen Geschehens erneut deutsche Soldaten angegriffen worden, zudem seien verkohlte Waffen gefunden worden.

Der Kommandeur des Bundeswehr-Lagers im nordafghanischen Kundus hatte am frühen Freitagmorgen beim Hauptquartier der internationalen Schutztruppe ISAF Luftunterstützung angefordert, nachdem die Taliban zwei Tanklastzüge entführt hatten. Bei dem Luftschlag kamen dutzende Menschen ums Leben. Die Bundeswehr spricht von mehr als 50 getöteten Aufständischen, während der afghanische Präsident Hamid Karsai in Kabul mitteilen ließ, es seien «rund 90 Menschen getötet oder verletzt» worden.

Konflikte / Afghanistan
05.09.2009 · 17:07 Uhr
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