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Juncker: «Letztmöglicher Augenblick»

Brüssel (dpa) - Der Vorsitzende der Eurogruppe, Luxemburgs Premierminister Jean-Claude Juncker, erwartet nach dem Hilfsversprechen für Griechenland eine Beruhigung der Finanzmärkte.

«Die Spekulanten wissen jetzt, dass Griechenland nicht alleine gelassen wird», sagte Juncker am Donnerstagabend in Brüssel. «Heute war der letztmögliche Augenblick, um sich auf ein Instrument zur Unterstützung Griechenlands zu einigen. Dies haben wir getan. Mir wäre es lieber gewesen, wir hätten das schon früher getan.»

«Die Finanzmärkte werden sich klar darüber werden, dass wir nicht nur Gedichte schreiben, sondern dass wir uns auf ein Finanzinstrument geeinigt haben», sagte Juncker.

Er sei «der festen Überzeugung, dass Griechenland diese Hilfe nie wird in Anspruch nehmen müssen, weil das griechische Konsolidierungsprogramm in höchstem Masse glaubwürdig ist».

Juncker sagte, er sei weiterhin «nicht sehr begeistert» darüber, dass Hilfe des IWF und Kredite der Eurostaaten nun kombiniert worden seien. «Angesichts der Weigerung einiger Mitgliedstaaten, sich nur auf bilaterale Kreditangebote der Mitgliedstaaten zu verlassen», sei jedoch nichts anderes übriggeblieben. Der Beschluss des EU-Gipfels sei «auch in der Summe eine adäquate Antwort auf das griechische Problem».

Juncker sagte, alle Euro-Länder seien zu möglichen Krediten bereit. Es gebe auch «eine große Wahrscheinlichkeit», dass ein Drittel der Kredite von Währungsfonds und zwei Drittel von den Euro-Staaten kämen: «Aber wir werden das im Detail sehen, falls sich die Frage stellen würde.»

EU / Gipfel
26.03.2010 · 07:42 Uhr
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