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Jemen: Arabisches Armenhaus mit vielen Problemen

Berlin (dpa) - Seit Beginn der Massenunruhen in der arabischen Welt hat der seit 1978 im Jemen regierende Präsident Ali Abdullah Salih die Proteste hunderttausender Regimegegner mit brutaler Gewalt niederschlagen lassen.

Bei schweren bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen regimetreuen Kräften und der Opposition kamen zahlreiche Zivilisten ums Leben.

Die Republik gilt als Armenhaus Arabiens und hat überdies ein gewaltiges Terrorproblem. Die Organisation Al-Kaida nutzt das von Bergen und Wüsten geprägte Land im Südwesten der Arabischen Halbinsel als Rückzugsgebiet mit Ausbildungslagern.

Das auch nach der Vereinigung von Nord- und Südjemen politisch gespaltene Land mit seinen zahlreichen Stämmen gilt in weiten Teilen als unregierbar. Viele Männer sind auch im Alltag mit Krummdolch und Gewehr bewaffnet. Häufig sorgte der Jemen für Schlagzeilen, weil Clan-Führer Ausländer entführen ließen. Im Vergleich zu den arabischen Nachbarstaaten sind Wirtschaft und Infrastruktur schwach entwickelt.

Der bis 1990 unabhängige und zeitweise auch von der DDR unterstützte Südjemen fühlt sich von der Zentralregierung benachteiligt. Eine Separatistenbewegung kämpft seit Jahren für die Abspaltung. Hinzu kommt der teils politisch, teils religiös motivierte Aufstand der schiitischen Houthi-Rebellen im Nordwesten des Landes, der seit 2004 mehrfach zum Bürgerkrieg eskalierte.

Nobelpreise / International
07.10.2011 · 21:43 Uhr
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