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Janukowitsch fordert Ende von «Kampf um die Ukraine»

Kiew (dpa) - Der ukrainische Präsident Viktor Janukowitsch hat den Westen und Russland aufgefordert, ihren harten «Kampf um die Ukraine» einzustellen. «Unser Staat ist unabhängig und das Volk gereift. Wir wollen und können unser Schicksal selbst bestimmen.»

Das sagte er am Donnerstag der Agentur Interfax in Kiew. Die Ex-Sowjetrepublik liege an der Grenze von Ost und West. «Das hat unterschiedliche Einflüsse auf unser Volk - aber ich betone: Die Ukrainer sind ein Volk», sagte Janukowitsch. Solange er regiere, bleibe das Land ungeteilt. Der prorussische Präsident traf sich am Abend mit der prowestlichen Opposition zu Gesprächen über die schwere innenpolitische Krise.

Oppositionspolitiker Vitali Klitschko forderte dagegen stärkeren internationalen Druck auf Präsident Janukowitsch. «Das Regime Janukowitsch hat mit Terror gegen das eigene Volk begonnen», sagte der 42-Jährige nach Angaben seiner Partei Udar (Schlag). «Menschen kommen um, Aktivisten verschwinden, Verletzte werden aus Krankenhäusern entführt», erklärte der Ex-Boxweltmeister. Bei gewalttätigen Protesten waren zwei Regierungsgegner erschossen worden, ein dritter Aktivist wurde erfroren gefunden. Die Täter sind noch unbekannt. Erste Verhandlungen zur Krisenlösung waren ergebnislos geblieben.

Bundeskanzlerin Angela Merkel telefonierte mit Präsident Viktor Janukowitsch. Bei dem Gespräch seien «Möglichkeiten eines friedlichen Auswegs aus der politischen Krise und Wege einer Stabilisierung in der Ukraine» besprochen worden, teilte der Pressedienst des Staatsoberhauptes in Kiew mit.

Demonstrationen / Ukraine
23.01.2014 · 18:59 Uhr
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