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Jamaika: Gesuchter Drogenboss «Dudus» gefasst

Polizisten führen in Kingston während der Jagd auf Großansicht
São Paulo/Kingston (dpa) - Der seit Wochen in Jamaika fieberhaft gesuchte Drogenboss Christopher «Dudus» Coke ist gefasst. Nach übereinstimmenden jamaikanischen Medienberichten ergab er sich in Begleitung eines Geistlichen der Polizei. Allerdings sind die genauen Umständen unklar.

Der Pastor sagte einem Radiosender in Jamaika, er und Coke hätten sich auf dem Weg in die US-Botschaft befunden, als sie von einer jamaikanischen Polizeieinheit gestoppt worden seien.

Bei einer Pressekonferenz bestätigte ein Polizeisprecher die Festnahme Cokes. Er forderte dessen Freunde und Familie auf, Ruhe zu bewahren. Der Gefangene sei an einen sicheren Ort gebracht worden und solle schnellstmöglich einem Richter vorgeführt werden.

Bei der Jagd auf Coke, der unter anderem wegen Mordverdachts an die USA ausgeliefert werden soll, war es im Mai zu blutigen Straßenkämpfen gekommen, bei denen auch unbescholtene Bürger ums Leben kamen. Bei Schießereien zwischen Gangsterbanden und Sicherheitskräften in der jamaikanischen Hauptstadt Kingston starben mehr als 70 Menschen.

Coke hatte sich während der Unruhen mit seinen Bandenmitgliedern in dem Stadtviertel Tivoli Gardens verschanzt. «Dudus» wird in den Vereinigten Staaten auch Drogen- und Waffenhandel vorgeworfen. Für seine Ergreifung war kürzlich eine Belohnung von fünf Millionen US-Dollar ausgesetzt worden.

Innere Sicherheit / Kriminalität / Jamaika
23.06.2010 · 08:00 Uhr
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