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Jahrestag des Mauerbaus: Erinnerung an die Opfer

Denkmal für die Opfer der Mauer an der Straße des 17. Juni in Berlin. Vor 51 Jahren begannen Arbeiter der DDR mit dem Bau der Berliner Mauer. Foto: Robert SchlesingerGroßansicht

Berlin (dpa) - Am 51. Jahrestag des Mauerbaus ist in Berlin an die Opfer des DDR-Grenzwalls erinnert worden. Bei einer Andacht auf dem früheren Todesstreifen sagte der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Markus Löning (FDP), der 13. August erinnere an die Verantwortung der Deutschen für die Menschenrechte.

Der Tag sei auch Mahnung, sich gegen heutige Mauern wie die Ausgrenzung von Minderheiten einzusetzen.

Regierungssprecher Steffen Seibert hob hervor, Generationen von Deutschen hätten unter der Teilung gelitten. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) begrüße ausdrücklich ein neues Forschungsprojekt, das die Zahl der Toten an der innerdeutschen Grenze klären soll. Löning und Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) legten an der Mauer-Gedenkstätte in der Bernauer Straße Kränze nieder.

Die Spitze der Linkspartei verurteilte den Mauerbau. «Wir haben die klare Auffassung, dass der demokratische Sozialismus Mehrheiten braucht, keine Mauern», sagte Parteichef Bernd Riexinger in Berlin. «Die Partei hat sich ganz klar vom Mauerbau und dem damit verbundenen Unrecht distanziert.»

Indes zeichnete sich ein Konsens ab, in Berlin eine Straße nach dem Maueropfer Peter Fechter zu benennen. Der 18-Jährige wurde bei einem Fluchtversuch am 17. August 1962 von DDR-Grenzsoldaten angeschossen und verblutete hilflos im Todesstreifen.

Der Senat unterstütze die Idee, sagte Senatssprecher Richard Meng der «Berliner Morgenpost». «Wenn es die Möglichkeit gibt, eine Straße nach Peter Fechter zu benennen, wäre das in unserem Sinne.» Zudem sei Innensenator Frank Henkel (CDU) dafür, so die Zeitung. Auch Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) hatte dafür plädiert.

Die Union der Opferverbände kommunistischer Gewaltherrschaft erklärte, eine Ehrung für Peter Fechter könnte nur der Anfang sein. Noch immer gebe es Straßen in Deutschland nach früheren SED-Größen. Auch die Vereinigung 17. Juni 1953 sprach von einer überfälligen Ehrung. Am Fechter-Mahnmal in der Zimmerstraße, wo der junge Flüchtling vor 50 Jahren starb, wurden am Montag Blumen niedergelegt.

Am 13. August 1961 begann unter Walter Ulbricht der Mauerbau. Mit dem rund 155 Kilometer langen Bollwerk wurde die deutsche Teilung zementiert, die erst mehr als 28 Jahre später mit dem Mauerfall am 9. November 1989 zu Ende ging. An der Berliner Mauer starben nach wissenschaftlichen Erkenntnissen mindestens 136 Menschen. Über die Anzahl der Toten an der gesamten innerdeutschen Grenze gibt es unterschiedliche Angaben.

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Mauer-Gedenkstätte
Geschichte / DDR
13.08.2012 · 16:02 Uhr
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