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Jagd nach Steuersündern: Crédit Suisse durchsucht

Auf der Suche nach Steuersündern haben Fahnder Filialen der Crédit Suisse durchsucht (Symbolbild)Großansicht
Düsseldorf (dpa) - Auf der Jagd nach Steuersündern haben Fahnder am Mittwoch mit der Durchsuchung sämtlicher Geschäftsräume der Schweizer Großbank Credit Suisse in Deutschland begonnen.

Die Aktion werde am Donnerstag und wohl noch an weiteren Tagen fortgesetzt, teilte die Staatsanwaltschaft in Düsseldorf mit. «Wir werden eine größere Menge Daten sichern müssen», sagte deren Sprecher Johannes Mocken. Auslöser der Ermittlungen sind die illegal beschafften Daten über Steuersünder auf einer CD, die das Land Nordrhein-Westfalen vor Monaten gekauft hatte.

Der Durchsuchungsbeschluss des Düsseldorfer Amtsgerichts wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung richte sich gegen unbekannte Mitarbeiter der Credit Suisse, teilte die Behörde mit. Die Bank in Zürich bestätigte die Durchsuchungen und betonte, sie arbeite mit den zuständigen Behörden zusammen. Mocken beschrieb die Atmosphäre bei der Aktion in 13 deutschen Städten als «kooperativ und sachlich».

Die CD enthält Angaben über Deutsche, die ihr Vermögen in der Schweiz vor den heimischen Finanzämtern verborgen haben. Offiziell nicht bestätigt wurden Berichte, dass dafür 2,5 Millionen Euro an den Anbieter geflossen seien. Die Sichtung der Daten führte zu mehr als 1000 Ermittlungsverfahren. Tausende Steuerpflichtige haben sich selbst angezeigt, um einer Strafe zu entgehen. Inzwischen hat NRW einen zweiten Datenträger mit Details über Steuersünder angekauft.

Kriminalität / Steuern
14.07.2010 · 17:57 Uhr
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