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IWF fordert bessere Zusammenarbeit zwischen Euroländern

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Washington (dpa) - Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat die Länder der Eurozone zu einem entschlosseneren gemeinsamen Vorgehen gegen die Schuldenkrise aufgefordert.

Die Gruppe müsse ein «dringend erforderliches Signal» setzen, dass sie alles tun wolle, was nötig sei, um die Stabilität der Währungsunion zu sichern. Für die Krisenstaaten bedeute das, «sofortige und weitreichende Strukturreformen» vorzunehmen, heißt es in einem Bericht der UN-Sonderorganisation, der am Montag veröffentlicht wurde.

Die Kernländer dagegen müssten die «unproduktive Debatte» über Umschuldungen oder ähnliche Maßnahmen beenden, die als Bedingungen für Hilfszahlungen verstanden werden könnten. Das Papier geht nicht konkret auf die hitzigen Diskussionen der letzten Wochen über die Unterstützung für das hoch verschuldete Griechenland ein, schildert aber, dass die «Ungewissheit über den Ausgang» der Krise zunehme.

Die Krise in schwächeren EU-Ländern könne nicht nur den eigentlich guten ökonomischen Ausblick für die Eurozone eintrüben, sondern auch negativ auf die Weltwirtschaft ausstrahlen, warnte der IWF. «Die Krise würde viel stärker in aller Welt gefühlt werden, wenn sie auf die Banken der zentralen Euroländer überspringt», sagte der kommissarische IWF-Chef John Lipsky bei der Vorstellung des Reports in Luxemburg. Auch große Volkswirtschaften wie die USA, China oder Japan könnten betroffen sein.

Auch in anderen Punkten sei die Zusammenarbeit in der Eurozone noch nicht ausgeprägt genug. So rief der IWF unter anderem nach einer weiteren Stärkung des Bankensektors und der Finanzaufsicht. Zudem sollten sich die Mitgliedsländer von der Vorstellung verabschieden, die Wirtschaftsleistung der Gruppe werde von «nationalen Champions» angetrieben. Stattdessen müssten die einzelnen Arbeits-, Güter- und Dienstleistungsmärkte enger verzahnt und flexibilisiert werden.

Bedeutend sei ferner, die Pläne zur Einschränkung von Haushaltsdefiziten einzuhalten. Schneller wachsende Volkswirtschaften sollten ihre Ziele möglichst sogar früher erreichen als vorgesehen. Angesichts der zunehmend besseren Wirtschaftslage sei es auch ratsam, die Zinsen langsam wieder auf ein normales Niveau zu steigern.

IWF / EU / Finanzen
20.06.2011 · 22:39 Uhr
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