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IWF-Chef: Job, der viele Talente verlangt

Washington (dpa) - Er ist einer der zentralen Player im Weltfinanzsystem: der Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF). Seine Rolle ist noch einmal wichtiger geworden, seit Griechenland & Co. am Tropf internationaler Geldgeber hängen.

Nach Dominique Strauss-Kahns Rücktritt-Gesuch muss der Posten neu besetzt werden. Welche Aufgaben warten auf den Neuen oder die Neue?

Der IWF überwacht die globalen Finanzsysteme, um bei Schuldenproblemen von Regierungen oder bei drohendem Staatsbankrott einzugreifen. IWF-Kredite sind meist an Auflagen wie die Sanierung der Staatsfinanzen geknüpft. Um die Fortschritte zu überprüfen, entsendet der IWF Teams in Empfängerländer, die die Bücher genauestens prüfen sollen.

Gegründet wurde der IWF 1944 als Sonderorganisation der Vereinten Nationen in Bretton Woods (USA). Der IWF ähnelt deshalb auch weit mehr einer Behörde als einer allein am Gewinn orientierten privaten Bank - und muss entsprechend geführt werden.

Heute hat der IWF 187 Mitgliedsländer. Deren Kapitaleinlagen (Quoten) richten sich nach der Stärke ihrer Volkswirtschaft und den Währungsreserven. Die Quote bestimmt auch das Mitspracherecht. Größter Anteilseigner sind die USA (knapp 17 Prozent), dann folgen Japan mit gut sechs und Deutschland mit knapp sechs Prozent. China kommt auf knapp vier Prozent. Ihren Sitz hat die Organisation in Washington. Vor dem scheidenden Präsidenten Strauss-Kahn stand der frühere Bundespräsident Horst Köhler von 2000 bis 2004 an der Spitze des IWF.

USA / IWF
19.05.2011 · 23:24 Uhr
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