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Italien: Zugunglück fordert mindestens neun Menschenleben

Bozen (dts) - Bei einem schweren Zugunglück in Südtirol sind am Montag mindestens neun Menschen ums Leben gekommen. Ob sich Deutsche unter den Opfern befinden, konnte noch nicht ermittelt werden. In einer Schlucht zwischen Mals und Meran lösten sich gegen 9 Uhr Geröll und Schlamm, die den Personenzug erfassten und aus den Schienen schleuderten. "Ein Wagen wurde bei diesem Sturz direkt getroffen", sagte ein Rettungshelfer gegenüber italienischen Medien. Dabei wurden mehr als zwei Dutzend Menschen verletzt, sieben davon schwer. Meldungen, die von mindestens elf Todesopfern sprachen, wurden bereits am Nachmittag von Luis Durnwalder, Gouverneur von Bozen, zurückgewiesen. Es sei jedoch nicht auszuschließen, dass sich weitere Opfer unter den Schlammmassen befinden. Die Ursache des Unglücks ist bislang unklar. Ein technischer Defekt ist laut Florian Schrofenegger, Leiter des Feuerwehrteams, "so gut wie ausgeschlossen". Ebenso seien die Regenfälle nicht Auslöser für das Unglück gewesen. Wahrscheinlicher sei der Bruch einer Bewässerungsanlage, die den Erdrutsch ausgelöst haben soll, erklärte Landesrat Thomas Widman, Referent für Mobilität in der Autonomen Provinz Bozen.
Italien / Zugverkehr / Unglücke
12.04.2010 · 22:42 Uhr
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