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Italien will sich an NATO-Angriffen in Libyen beteiligen

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Rom (dpa) - Italien will sich nach Absprache mit den USA an Luftangriffen der NATO in Libyen beteiligen, wie die italienische Regierung von Silvio Berlusconi mitteilte.

Rom wolle seine Flieger vor Ort nun auch bereitstellen «für gezielte Einsätze gegen Militärobjekte auf libyschem Territorium, um die Zivilbevölkerung zu schützen». Der italienische Regierungschef Berlusconi habe dies nach einem Telefongespräch mit US-Präsident Barack Obama zur Lage in Libyen beschlossen, hieß es. Italien hatte bisher von Bombardierungen in seiner früheren Kolonie Libyen Abstand genommen. Die Entscheidung vom Montag folge dem Appell des NATO-Außenminister-Treffens am 14. April in Berlin, hieß es.

Man habe sich zu der Teilnahme an den NATO-Einsätzen entschlossen vor allem angesichts der entsetzlichen Situation in der heftig umkämpften Stadt Misurata. Das erklärte der italienische Verteidigungsminister Ignazio La Russa am Abend. Es werde sich jedoch «nicht um wahllose Bombardierungen handeln, sondern um gezielte Missionen mit Präzisionsbomben auf ausgewählte Objekte».

Italien hatte bisher Militärbasen sowie Flugzeuge zu militärischen Erkundungsflügen zur Verfügung gestellt. Andere Interventionen in Libyen waren zwar nicht gänzlich ausgeschlossen, aber auch nie genauer spezifiziert worden. Wie Großbritannien und Frankreich hatte auch Rom in der vergangenen Woche angekündigt, die libyschen Regimegegner mit der Entsendung von Militärexperten zu unterstützen.

Konflikte / NATO / Libyen / Italien
26.04.2011 · 12:04 Uhr
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