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Italien beschafft sich 7,9 Mrd. Euro zu höheren Zinsen

Rom (dpa) - Das hochverschuldete Euroland Italien hat sich bei mehreren Versteigerungen von Staatsanleihen mit längeren Laufzeiten frisches Geld im Volumen von insgesamt rund 7,9 Milliarden Euro beschaffen können.

Trotz der Ergebnisse des EU-Schuldengipfels musste das Land Zinsen auf einem Höchststand in Kauf nehmen. Bei der an den Finanzmärkten stark beachteten Auktion von Anleihen mit einer Laufzeit bis zum März 2022 wurden 2,98 Milliarden Euro erlöst, wie das Italienische Finanzministerium am Freitag in Rom mitteilte. Die Rendite lag bei 6,06 Prozent. Bei der letzten vergleichbaren Auktion hatte der Zinssatz niedriger bei 5,86 Prozent gelegen.

Im Verlauf der Woche hatte sich Italien bereits bei zwei Versteigerungen von Papieren am Geldmarkt über neun Milliarden Euro zu erhöhten Zinsen beschaffen müssen. Am sogenannten Sekundärmarkt, an dem italienische Staatsanleihen frei gehandelt werden, legte die Rendite der zehnjährigen Anleihe nach den Auktionen zum Wochenschluss leicht zu.

Experten der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) hatten zuvor noch mit besseren Bedingungen für die Refinanzierung gerechnet. Als Grund hatten sie die Beschlüsse des EU-Gipfels zur Schuldenkrise genannt. «Die Tatsache, dass auf dem Gipfel überhaupt eine Einigung über die im Vorfeld kontrovers diskutierten Themen stattgefunden hat, haben Marktteilnehmer bislang positiv aufgenommen.»

EU / Finanzen / Italien
28.10.2011 · 21:10 Uhr
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