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Israelische Luftangriffe im Gazastreifen

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Jerusalem (dpa) - Bei israelischen Luftangriffen im Gazastreifen in der Nacht zum Sonntag sind nach Angaben der palästinensischen Gesundheitsbehörde zehn Palästinenser verletzt worden.

Eine israelische Armeesprecherin sagte am Sonntag, es seien zwei Waffenwerkstätten im Norden und im Zentrum des Palästinensergebiets sowie Schmugglertunnel im Süden bombardiert worden. Augenzeugen berichteten, bei den Angriffen israelischer Kampfflugzeuge seien drei Tunnel im Süden des Gazastreifens vollständig zerstört worden.

Die israelische Militärsprecherin bezeichnete die Luftschläge als Reaktion auf einen Raketenangriff militanter Palästinenser am Samstagmorgen. Dabei war eine Kassam-Rakete auf israelischem Gebiet in der Nähe der Stadt Sderot eingeschlagen. Die Rakete schlug auf unbebautem Land ein, es gab keine Opfer oder Sachschäden.

Der Hamas-Innenminister Fathi Hamad hatte am Samstag angekündigt, seine radikal-islamische Organisation habe sich mit anderen militanten Fraktionen auf eine Feuerpause geeinigt. Man wolle Raketenangriffe auf Israel unterlassen. Im Falle israelischer Angriffe sei Widerstand jedoch erlaubt, betonte er.

In den vergangenen Tagen hatten militante Palästinenser wieder verstärkt Raketen auf das israelische Grenzgebiet gefeuert. Israel reagierte darauf mit Luftangriffen in dem dicht besiedelten Küstenstreifen. Seit Ende des Gaza-Kriegs Mitte Januar sind vom Gazastreifen aus etwa 270 Raketen und Mörsergranaten auf Israel abgefeuert worden. Im Jahre 2008 waren es bis zum Beginn der dreiwöchigen Offensive noch etwa 3300.

Konflikte / Nahost
22.11.2009 · 13:55 Uhr
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