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Israel übermittelt Hamas Antwort zu Schalit

Vater von Gilad SchalitGroßansicht
Jerusalem (dpa) - Die zähen Verhandlungen unter deutscher Vermittlung über einen Gefangenenaustausch in Nahost gehen weiter.

Der israelische Rundfunk meldete unter Berufung auf Regierungskreise in Jerusalem, Israel habe der radikal-islamischen Hamas-Organisation die Antwort auf einen neuen Einigungsvorschlag übermittelt. Der innere Kabinettskreis um Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte nach langen Beratungen in der Nacht zum Dienstag den israelischen Vermittler Chagai Hadas angewiesen, seine Bemühungen um eine Freilassung des Soldaten Gilad Schalit fortzusetzen.

Schalit war vor dreieinhalb Jahren von militanten Palästinensern unter Hamas-Kommando in den Gazastreifen entführt worden. Die im Gazastreifen herrschende Hamas fordert für Schalits Freiheit die Freilassung von etwa 1000 palästinensischen Häftlingen. An den Verhandlungen mit der Hamas ist der deutsche Vermittler Ernst Uhrlau maßgeblich beteiligt.

Die israelische Zeitung «Haaretz» schrieb am Dienstag, Israel stimme dem Gefangenenaustausch grundsätzlich zu. Man sei jedoch gegen eine Rückkehr von Palästinensern ins Westjordanland, die an tödlichen Anschlägen beteiligt waren. Sie sollten stattdessen in den Gazastreifen oder in Drittländer verbannt werden. Sollte Hamas dem zustimmen, werde die gesamte israelische Regierung einberufen, um die Vereinbarung zu billigen.

Konflikte / Nahost
22.12.2009 · 09:33 Uhr
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