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Israel fordert von Kairo Konsequenzen

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu: eine «klare Verletzung der Immunität der Botschaft».Großansicht

Tel Aviv (dpa) - Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat nach der Besetzung von Teilen der israelischen Botschaft in Kairo durch Demonstranten Konsequenzen von Ägypten gefordert.

«Ägypten darf die schwere Verletzung der Substanz des Friedens mit Israel und einen so eklatanten Verstoß gegen internationale Normen nicht ignorieren», sagte der Regierungschef am Samstag nach Angaben eines ranghohen Regierungsvertreters.

Das Eindringen von Demonstranten in die diplomatische Vertretung stelle eine «klare Verletzung der Immunität der Botschaft dar», sagte der Sprecher zur Nachrichtenagentur dpa. Zugleich dankte Netanjahu aber auch den ägyptischen Behörden, dass sie bei der sicheren Ausreise der Diplomaten geholfen hätten.

Außerdem dankte der Regierungschef dem Regierungsvertreter zufolge auch US-Präsident Barack Obama für seine Hilfe. Nach Angaben des Weißen Hauses in Washington hatte Obama in einem Telefonat mit Netanjahu seine Sorge um die Sicherheit der israelischen Botschaftsmitarbeiter zum Ausdruck gebracht. Die USA versuchten auf allen Ebenen, eine Klärung der Situation in Kairo ohne weitere Gewalt zu erreichen, hieß es.

Konflikte / Nahost / Ägypten
10.09.2011 · 14:53 Uhr
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