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Islamwissenschaftler sieht keine Gefahr der Radikalisierung in Ägypten

Berlin (dts) - Der Islamwissenschaftler Thomas Bauer sieht trotz der Proteste und Unruhen in Ägypten keine Gefahr der Radikalisierung in dem nordafrikanischen Land. "Es ist hier nie ausgeschlossen, dass es dennoch Eskalation gibt, aber das ägyptische Militär hat ja auch so was wie einen Ehrenkodex. Die Soldaten selber sind ja noch ärmere Schweine als die meisten Demonstranten und sich vorzustellen, dass die aufeinander schießen, das glaube ich wirklich nicht", sagte Bauer, Direktor des Instituts für Arabistik und Islamwissenschaften an der Universität Münster, am Dienstag in einem Interview mit dem Deutschlandfunk.

"Dieses Szenario des Mubarak-Regimes, eventuell Mubarak ziehen zu lassen und dann Omar Suleiman, den Vizepräsidenten, der ja auch aus dem Militär kommt, zu installieren, das werden die wohl versuchen, schätze ich, aber ich glaube, auch das wird nicht im Sinne der Mehrheit des Militärs sein." Mubarak sei wahrscheinlich "nicht mehr zu halten", so der Wissenschaftler. "Er ist eigentlich überall unpopulär geworden und nach den Ereignissen der letzten Tage, erst nach der Gewalt der Polizei, dann durch das Herbeiführen einer bewussten Anarchie, kann man sich nicht vorstellen, dass er noch weiter im Amt bleiben kann."
DEU / Ägypten / Parteien / Proteste / Militär
01.02.2011 · 14:21 Uhr
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