News
 

Ischinger wirbt für Anti-Spionage-Abkommen

Wolfgang IschingerGroßansicht

Washington (dpa) - Der Chef der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, fordert die Europäer und Amerikaner trotz des NSA-Skandals zur weiteren engen Zusammenarbeit auf.

«Wir dürfen die anderen Themen jetzt nicht unter den Tisch fallen lassen», sagte der frühere deutsche Botschafter in den USA am Dienstag (Ortszeit) in Washington. Konkret nannte er etwa das geplante Freihandelsabkommen (TTIP) sowie internationale Probleme wie den Bürgerkrieg in Syrien, das umstrittene Atomprogramm des Irans oder den Nahost-Friedensprozess.

Ischinger nimmt in der US-Hauptstadt an Diskussionen zwischen Sicherheitspolitikern und Experten der sogenannten Kerngruppe der Münchner Sicherheitskonferenz teil.

Der 67-Jährige räumte erneut ein, dass der Skandal um die NSA-Überwachung von Bundeskanzlerin Angela Merkels (CDU) Handy eine «Bürde» für das transatlantische Verhältnis sei. Ein mögliches Anti-Spionage-Abkommen zwischen den USA und Deutschland bezeichnete er als «vertrauensbildende Maßnahme». Es handele sich aber nur um eine Grundlage. Wichtiger sei das gemeinsame Verständnis auf beiden Seiten, dass das Abhören von Spitzenpolitikern zwischen Alliierten tabu sei.

Bundesregierung / Geheimdienste / USA
06.11.2013 · 14:16 Uhr
[0 Kommentare]

Die aktuellen Schlagzeilen

 
 

 

News-Archiv

 
Diese Woche
23.01.2017(Heute)
Letzte Woche
Vorletzte Woche
Top News

Weitere Themen