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Iranischer Wächterrat: In 50 Städten mehr Stimmzettel als Wähler

Teheran (dts) - Der sogenannte "Wächterrat" im Iran hat erstmals Unregelmäßigkeiten bei der Präsidentschaftswahl vom Freitag vorvergangener Woche bestätigt. Demnach sei die Zahl der abgegebenen Stimmen in rund 50 Städten im Iran höher als die Zahl der Wahlberechtigten, sagte Sprecher Abbas-Ali Kadkhodaei auf dem staatlichen Fernsehsender IRIB Kanal 2. Allerdings stimmten zuvor erhobene Vorwürfe, dass von diesen Unregelmäßigkeiten 170 Städte betroffen seien, nicht. Insgesamt sei die Herkunft von rund drei Millionen Stimmen unklar. Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad hatte die Präsidentschaftswahlen nach offiziellen Angaben mit 62,6 Prozent der Stimmen gewonnen. Sein wichtigster Herausforderer Mussawi soll 33,7 Prozent erreicht haben. Die Wahlbeteiligung soll bei einer Rekordhöhe von 85 Prozent gelegen haben. Im Anschluss war es zu zum Teil heftigen Protesten im Iran gekommen, bei denen mindestens ein Dutzend Menschen ums Leben gekommen waren. Der "Wächterrat" ist Teil der iranischen Regierung und hat in dieser neben dem Revolutionsführer eine herausragende Position.
Iran / Wahlen
22.06.2009 · 01:52 Uhr
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