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Iranische Regierung teilt aus: Kritik an Europa

Kairo/Teheran (dpa) - Die iranische Regierung setzt in der innenpolitischen Krise jetzt auf Konfrontation zum Westen. Außenminister Manucher Mottaki sagte während eines Treffens von Diplomaten, Frankreich sei eine große Nation, die derzeit von «Zwergen» regiert werde.

Die Politik Deutschlands, Großbritannien und der USA in der Region sei falsch. «Hier im Raum sitzen viele Vertreter von Staaten, die einst (an den Irak) Giftgas geliefert hatten, unter dessen Folgen Iraner seit 20 Jahre leiden.»

Auf die Forderungen der Demonstranten nach einer Wiederholung der Präsidentenwahl ging er nur indirekt ein. Mottaki sagte, die Iraner hätten seit der islamischen Revolution 1979 viel geopfert. «Wir haben Hunderttausende von Märtyrern und Verletzte gehabt, dieses Volk kann seine revolutionären Erfolge nicht einfach aufgeben,» fügte er hinzu.

Der arabische TV-Sender Al-Dschasira meldete unterdessen, in den vergangenen 24 Stunden habe es nicht nur in Teheran, sondern auch in Shiraz und Isfahan Proteste und Zusammenstöße mit der Polizei gegeben.

Konflikte / Iran
21.06.2009 · 22:00 Uhr
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