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Iran verweigert zwei Atom-Inspekteuren Einreise

Nuklearanlage zur Uran-Umwandlung im iranischen Isfahan. (Archivbild)Großansicht
Wien (dpa) - Im Atomstreit mit dem Iran hat die islamische Republik zwei Inspekteuren der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA die Einreise verweigert. Ihre früheren Berichte hätten falsche und unwahre Angaben über das iranische Atomprogramm enthalten, hieß es zur Begründung.

Der Leiter der iranischen Atombehörde Ali Akbar Salehi sagte der iranischen Nachrichtenagentur ISNA am Montag weiter, der Iran habe die IAEA bereits darüber informiert, dass die beiden Kontrolleure nicht mehr in das Land reisen dürften.

Die in Wien ansässige UN-Behörde bestätigte am Montag den Erhalt eines Briefes am 10. Juni und verteidigte ihre Kontrolleure: «Die IAEA hat volles Vertrauen in die Professionalität und Objektivität der betroffenen Inspektoren», hieß es in einer Mitteilung. Nach den IAEA-Richtlinien hat ein Land aber das Recht, bestimmte Personen als Inspektoren abzulehnen. In diesem Fall schicke die IAEA andere Kontrolleure, sagte ein Diplomat in Wien.

Hintergrund für das Einreiseverbot ist ein Streit zwischen der IAEA und dem islamischen Land um ein verschwundenes Atomteil. Dabei geht es um vom Iran betriebene Experimente zur Herstellung von Uranmetall, das für zivile Zwecke wie auch für Atomwaffen gebraucht wird. Ende Mai hatte die IAEA in ihrem Iran-Report bemängelt, dass nach Angaben ihrer Kontrolleure ein bei den Experimenten benutztes Teil verschwunden ist. Der Iran hatte den Vorwurf wie auch überhaupt die Existenz dieser bestimmten Experimente entschieden bestritten.

Der Report Ende Mai sei vollkommen richtig gewesen, bekräftigte die UN-Behörde am Montag. Sie werde die Situation im Iran weiterhin sorgfältig überprüfen und gegebenenfalls die IAEA-Mitgliedsstaaten informieren.

Atom / International / Iran
21.06.2010 · 17:44 Uhr
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