News
 

Iran schlägt Kompromiss im Atomstreit aus

Teheran (dts) - Der Iran hat den Kompromissvorschlag der internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) zur Urananreicherung ausgeschlagen. Nach dem Vorschlag der Behörde der Vereinten Nationen sollte der Iran sein schwach angereichertes Uran im Ausland weiter aufbereiten lassen. Einem Bericht der iranischen Nachrichtenagentur Isna zufolge, sagte Irans Außenminister Manuschehr Mottaki daraufhin, dass "wir unser bereits angereichertes Uran definitiv nicht ins Ausland senden". Der Plan der IAEA sah vor, dass iranisches Uran, das zu weniger als fünf Prozent angereichert sei, zunächst nach Russland geliefert werden sollte. Auch in Frankreich sollte iranisches Uran weiter aufbereitet werden. Damit wollten die fünf Vetomächte des UN-Sicherheitsrates und Deutschland verhindern, dass der Iran sein Uran selbst zu waffenfähigem Material weiterverarbeite. Mottaki warf der USA in diesem Zuge vor, den Iran im Atomstreit unter Druck zu setzen. Es sei demnach "undiplomatisch den Iran unter Druck zu setzen, um seine eigenen Ziele zu erreichen", so der Außenminister. Dennoch seien andere Kompromisse laut Mottaki durchaus möglich. Die USA und der Westen verdächtigen den Iran unter dem Deckmantel der friedlichen Nutzung der Atomenergie am Bau von Atomwaffen zu arbeiten. Der Iran bestreitet die Vorwürfe seit jeher.
Iran / Atomenergie / Konflikt / Nahost
18.11.2009 · 23:27 Uhr
[0 Kommentare]

Die aktuellen Schlagzeilen

 
 

News-Suche

 

News-Archiv

 
Diese Woche
23.10.2017(Heute)
Letzte Woche
Vorletzte Woche
Top News

Weitere Themen