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Iran erwägt Ausweisung von Diplomaten

Teheran (dpa) - Der Iran schließt angesichts der Kritik des Westens am Vorgehen Teherans nach der umstrittenen Präsidentenwahl die Ausweisung europäischer Diplomaten nicht aus.

Außenamtssprecher Hassan Ghaschghawi sagte am Montag in Teheran, über diese drastische Maßnahme werde derzeit in seinem Haus sowie im Parlament beraten. Außenminister Munacher Mottaki werde deswegen im Laufe des Tages mit dem zuständigen Parlamentsausschuss sprechen.

Die iranische Regierung bezeichnet die Wiederwahl des ultrakonservativen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad als innere Angelegenheit und hat sich jeglichen Kommentar des Westens verbeten. Parlamentspräsident Ali Laridschani hatte am Sonntag eine Überprüfung der Beziehungen vor allem zu Großbritannien, Deutschland und Frankreich gefordert, den drei Staaten, die im Streit um das iranische Atomprogramm die Verhandlungen für die EU führen.

Die drei europäischen Regierung haben sich hinter die iranische Opposition gestellt, die eine Wiederholung der Präsidentenwahl verlangt, und Demonstrationsfreiheit gefordert. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat eine Neuauszählung der Wahlzettel verlangt.

Ghashgawi beschuldigte zudem die europäischen Medien, sie würden ihren Regierungen bei «der Unterstützung des Anarchismus» behilflich sein. Die Behörden haben die Möglichkeit ausländischer Berichterstatter stark eingeschränkt. Eine unabhängige Vorort- Berichterstattung über die Vorgänge im Iran ist daher derzeit nicht möglich.

Konflikte / Wahlen / Iran
22.06.2009 · 10:33 Uhr
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