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Iran dementiert Berichte über angebliche Atomgespräche mit Israel

Teheran/Jerusalem (dts) - Die iranische Regierung hat Medienberichte über ein angebliches Treffen von iranischen und israelischen Repräsentanten bei einer Atom-Konferenz in Kairo zurückgewiesen. "Die Berichte in dieser Sache sind reine Lügen, und es hat kein Treffen in Kairo gegeben", sagte ein Sprecher der iranischen Atombehörde. Bei den Medienberichten würde es sich um "psychologische Kriegsführung" handeln, da die "Operation" darauf abziele, die "erfolgreichen (Nuklear-) Gespräche in Genf und Wien zu untergraben". Die israelische Tageszeitung "Haaretz" hatte zuvor unter Berufung auf eine Sprecherin der israelischen Kommission für Atomenergie berichtet, dass sich bereits im vergangenen Monat Repräsentanten beider Länder zu einer Versammlung der Internationalen Kommission für atomare Nichtverbreitung und Abrüstung (ICNND) in Kairo getroffen hatten. Es habe jedoch keinen direkten Dialog gegeben. Weitere Teilnehmer waren Repräsentanten der Arabischen Liga, Jordaniens, Ägyptens, der Türkei sowie europäische und US-Vertreter. Die mehrtägigen Debatten hätten sich mit der möglichen Erklärung des Nahen Ostens zur atomwaffenfreien Zone sowie mit der Verhinderung der Verbreitung von Atomwaffen befasst. Israel gilt als einzige und nicht erklärte Atommacht im Nahen Osten und hatte bereits mehrmals erklärt, vor einem militärischen Angriff nicht Halt zu machen, sollte der Iran ein Atomwaffenprogramm starten.
Iran / Israel / Atomprogramm
22.10.2009 · 12:16 Uhr
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