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Iran: Cyber-Attacke «nur Propaganda-Trick»

Zufahrt zum iranischen Atomkraftwerk Buschehr (Archiv).

Teheran (dpa) - Nach der Cyber-Attacke auf zehntausende Computer der iranischen Industrie- und Atomanlagen versucht Teheran jetzt, die Berichte als «Propaganda-Trick» des Westens herunterzuspielen.

Die von vielen vermutete Katastrophe durch den Computer-Schädling Stuxnet gebe es gar nicht, deutete das iranische Außenministerium am Dienstag an. «Jetzt kommt der Westen mit einer neuen Geschichte und einem neuen Propaganda-Trick, den kein Mensch hier ernst nimmt», sagte Außenamtssprecher Ramin Mehmanparast.

Damit widersprach er der iranischen IT-Organisation, die eindringlich vor dem Trojaner gewarnt und alle Behörden aufgefordert hatte, das Problem ernst zu nehmen. Etwa 30 000 Rechner in iranischen Industrieanlagen, darunter auch im Atomkraftwerk Buschehr im Süden des Landes, sollen nach amtlichen Angaben von dem Virus infiziert worden sein.

Mehmanparast wies Berichte über eine Infizierung der Rechner in Buschehr energisch zurück. «Die Arbeit in Buschehr geht wie geplant weiter, das Kraftwerk wird in zwei Monaten ans Netz gehen.» Auch Irans Atomchef Ali-Akbar Salehi hatte am Montag behauptet, dass in Buschehr alles normal sei. Dennoch wurde ein hoch qualifiziertes IT-Sicherheitsteam nach Buschehr entsandt, um die Rechner zu inspizieren und zu säubern.

Computer / Internet / Sicherheit / Iran
28.09.2010 · 10:55 Uhr
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