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Interview: Winterwetter macht Streusalz zum Renner

StreusalzlagerGroßansicht

Kassel (dpa) - Mit Streusalz gegen das Winterchaos. Die Produktion bei K+S aus Kassel läuft auf Hochtouren, doch auch der weltgrößte Salzhersteller kann die riesige Nachfrage kaum befriedigen.

Woher kommt das Auftausalz?

Das von K+S produzierte Streusalz kommt vor allem aus Produktionsstätten in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt. Es gibt zur besseren Verteilung aber weitere Zwischenlager, zum Beispiel in Hessen. Der Produktionsprozess in einem Kaliwerk in Sachsen-Anhalt wurde wegen des harten Winters extra geändert, auch dort kann nun Auftausalz hergestellt werden. Zudem importiert K+S Salz per Schiff von Unternehmenstöchtern wie SPL aus Chile oder Morton Salt aus Nordamerika. Gerade in Nordamerika ist der Winter derzeit nicht so heftig wie in Europa.

Wie viel Salz wird produziert? 

Wegen der großen Nachfrage hat K+S die Produktion von Auftausalz massiv hochgefahren. Die Tagesproduktion von K+S liegt derzeit bei rund 25 000 Tonnen, die Lagerkapazität wurde gegenüber dem Vorjahr um 100 000 auf 900 000 Tonnen erhöht. 120 Mitarbeiter wurden 2010 zusätzlich eingestellt. In diesem Dezember wurde dreimal so viel Streusalz ausgeliefert wie im Dezember 2009 - und auch der vergangene Winter war hart. Dennoch geht der Verbrauch bereits jetzt an die Substanz. «Es ist eine ganz außergewöhnliche Situation. Wenn die Intensität des Winters anhält, sind Engpässe nicht auszuschließen», sagt Unternehmenssprecher Michael Wudonig.

Wann bestellen Kommunen ihr Streusalz für den Winter?

Die meisten Kommunen ordern ihr Streusalz im sogenannten «Frühbezug» im Spätsommer oder Herbstbeginn. Dann sind auch die Preise niedriger. «Die Menge hängt ab von der finanziellen Planung der Kommunen und von der Lagerkapazität», sagt K+S-Sprecher Wudonig. Bis Ende November haben die Kommunen in der Regel ihre Lager gefüllt. Nach den Erfahrungen aus dem vergangenen Winter haben die Kommunen rund 30 Prozent mehr Salz bestellt. In den Verträgen werden die Verbrauchsmengen und Maximalabnahmemengen vereinbart. Sollte darüber hinaus Salz benötigt werden, muss neu verhandelt werden.

Wie lange ist Salz haltbar?

Salz ist nicht verderblich wie ein Lebensmittel. Es muss aber trocken gelagert werden, sonst verklumpt es. Nach Aussagen von K+S ist es - trocken gelagert - mehrere Jahre halt- und verwendbar.

Wetter / Salz
22.12.2010 · 23:01 Uhr
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