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Interview: «Jetzt kriegt man den Ernst der Lage mit»

Markthändler füllen SandsäckeGroßansicht
Potsdam (dpa) - Das Oder-Hochwasser wird gefährlicher: Im Landkreis Oder-Spree ist am Mittwoch die Alarmstufe 3 ausgerufen worden. Der Präsident des Brandenburger Landesumweltamtes, Matthias Freude, erwartet das zweithöchste Hochwasser nach der großen Oder-Flut 1997.

Allerdings seien die Deiche mittlerweile viel besser, sagte er in einem Interview mit der Nachrichtenagentur dpa.

Haben die Behörden die Lage im Griff?

Freude: «Die Hochwassermaschinerie läuft schon seit einer Woche. Wer was zu tun hat, weiß Bescheid. Die Sandsäcke liegen da. Die Stäbe haben getagt und tagen noch. Die Landräte sind alle informiert. Alles, was ich zumindest gesehen habe an Vorbereitungen - und ich bin für die ganzen Deiche verantwortlich - das ist optimal gelaufen.»

Was hören Sie denn von den vom Hochwasser bedrohten Anwohnern? 

Freude: «Jetzt kriegt man langsam den Ernst der Lage mit. Das wird das zweithöchste Hochwasser, dass die Oder in historischer Zeit erlebt hat. Das ist schon was. Aber wir haben sehr viel bessere Deiche und das sind alles eingespielte Teams, die da vor Ort mit dem Hochwasser zu tun haben. Das gibt uns ein gutes Gefühl.»

Wie ist die Lage momentan?

Freude: «Das Wasser steigt, was soll es auch sonst machen - mittlerweile manchmal drei bis vier Zentimeter pro Stunde. Dass es ganz dicke kommt, war von vornherein klar. Aber es wird nicht ganz so hoch wie 1997.»

Interview: Katrin Müller, dpa

Unwetter / Hochwasser
26.05.2010 · 19:48 Uhr
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