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Internationale Energieagentur zapft Reserven der Mitgliedsstaaten an

Paris (dts) - Wegen schrumpfender Öllieferungen aus Libyen will die Internationale Energieagentur (IEA) den Märkten zusätzlich 60 Millionen Barrel an Rohöl liefern. Das hätten die Mitgliedstaaten beschlossen, teilte Exekutivdirektor Nobuo Tanaka am Donnerstag mit. Nach Einschätzung der IEA gehen die libyschen Fördermengen aufgrund des Bürgerkrieges stärker zurück als bisher angenommen.

Sommerbedingten Engpässen und dem steigenden Ölpreis solle so entgegengewirkt werden. Auch sorge man sich über die ohnehin nur empfindliche Erholung der Weltwirtschaft. Als Reaktion waren am Freitag Preiseinbrüche von bis zu fünf Prozent an den Märkten zu beobachten. Auch Deutschland wird sich mit den nationalen Reserven in Höhe von 4,2 Millionen Barrel an der Freigabe beteiligen. Die USA planen 30 Millionen Barrel zur Verfügung zu stellen. Innerhalb der nächsten 30 Tagen soll das Öl nach und nach auf den Markt gelangen.
Frankreich / Weltpolitik / Energie
24.06.2011 · 07:23 Uhr
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