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Intensivmediziner lobt Prinz Frisos Retter

Wien (dts) - Die Wiederbelebung des niederländischen Prinzen Johan Friso ist trotz der langen Dauer der Reanimation nicht nur ethisch, sondern auch medizinisch geboten und sinnvoll gewesen. Diese Meinung vertrat der Berliner Intensivmediziner Walter Schaffartzik im Nachrichtenmagazin "Focus". Friso, der 43-jährige Sohn von Königin Beatrix, war nach einem Lawinenabgang in den österreichischen Alpen am 17. Februar 25 Minuten unter der Schneedecke gelegen.

Den Rettern gelang erst nach insgesamt 50 Minuten, den Kreislauf wieder in Gang zu bringen. "Dennoch kenne ich Fälle, in denen auch Menschen, die nach so langer Zeit wiederbelebt wurden, noch ein einigermaßen normales Leben führen konnten", betonte Schaffartzik, ärztlicher Leiter des Unfallkrankenhauses Berlin, in "Focus". Ersthelfer sollten in jedem Fall eines Herzstillstands eine kardiale Massage durchführen, verlangte der Mediziner. Schließlich seien sie nicht in der Lage, den weiteren Verlauf abzuschätzen. Nachdem sich bei Friso aber die Hoffnung auf eine Besserung nicht erfüllt habe, "müssen sich seine Ärzte fragen, ob die Medizin, die man noch anwenden kann, wirklich zu etwas führt", so Schaffartzik in "Focus".
Österreich / Unglücke / Leute
26.02.2012 · 08:02 Uhr
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