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Integrationsvereinbarungen kommen Anfang 2011

Maria BöhmerGroßansicht

Berlin (dpa) - Der Startschuss für individuelle Integrationsvereinbarungen mit Zuwanderern soll Anfang nächsten Jahres fallen: «Wir sind dabei, Modellstandorte auszuwählen, in denen wir die Integrationsvereinbarungen erproben möchten».

Das sagte die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Maria Böhmer (CDU), der Nachrichtenagentur dpa. Der Probelauf in den knapp 20 Regionen, deren Namen noch nicht öffentlich sind, soll wissenschaftlich begleitet werden.

Mit dem Instrument will die Bundesregierung Zuwanderer stärker betreuen. Es soll festgeschrieben werden, mit welchen Kenntnissen Ausländer nach Deutschland kommen und welche Hilfe sie besonders bei Spracherwerb, Ausbildung oder Kinderbetreuung benötigen. Zu ihrer Unterstützung sollen ihnen dann solche Hilfen vermittelt werden. Bewähren sich die Vereinbarungen, will Böhmer sie flächendeckend durchsetzen.

«Ich möchte, dass diejenigen, die neu in unser Land kommen, gut begleitet sind», sagte Böhmer. Die Integrationsvereinbarungen passten zu dem Grundsatz, dass Migranten gefördert und gefordert werden sollen. Für den Abschluss der Vereinbarungen sollen die Migrations- und die Jugendmigrationsberatungsdienste zuständig sein.

Böhmer zeigte sich zuversichtlich, dass es im nächsten Jahr auch bei der Anerkennung beruflicher Qualifikationen, die im Ausland erworben wurden, vorangeht. «Wir gehen davon aus, dass wir das Anerkennungsgesetz im nächsten Jahr haben», sagte sie. Es handele sich um eine komplexe Materie mit vielen Beteiligten - auch die Länder müssten eigene gesetzliche Regelungen beschließen. Sollte das Vorhaben gelingen, wäre Deutschland nach Angaben von Böhmer weltweit eines der Vorreiterländer auf diesem Gebiet: «Wir werden mit diesem Gesetz einen Meilenstein setzen.»

Gesellschaft / Integration
30.12.2010 · 07:07 Uhr
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