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Institut: Spenden für Pakistan zögerlich

Hamburg (dpa) - Die zögerliche Spendenbereitschaft der Deutschen für die Flutopfer in Pakistan liegt nach Experteneinschätzung auch an der Urlaubszeit.

«Das ist ein profanes, aber sehr ausschlaggebendes Element», sagte der Geschäftsführer des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen, Burkhard Wilke dem Radiosender NDR-Info am Sonntag.

Zu dem Vergleich mit der schweren Erdbebenkatastrophe zu Beginn des Jahres auf Haiti meinte Wilke: «Für die Erdbebenopfer in Haiti wurden insgesamt knapp 200 Millionen Euro gespendet, allein in Deutschland. Für Pakistan haben wir bisher in Deutschland grob geschätzt ein bis zwei Millionen Euro Spenden verzeichnen können.» Das Zentralinstitut für soziale Fragen gibt Auskunft über die Arbeit und Seriosität gemeinnütziger Spendenorganisationen.

Die Berichterstattung über die Flut in Pakistan sei bei weitem nicht so dramatisch wie bei vergleichbaren Katastrophen. «Die Spendenbereitschaft hängt entscheidend davon ab, was für Nachrichten, aber auch was für Bilder transportiert werden.» Als weiteren Grund nannte Wilke die schwierige politische Situation in dem Land: Wenn sich Katastrophen in Krisengebieten abspielten, «wo Gut und Böse nicht zu trennen sind», dämpfe das die Spendenbereitschaft.

Deutsches Zentralinstitut für soziale Fragen

Wetter / Unwetter / Pakistan
15.08.2010 · 14:46 Uhr
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