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Institut: EU-Finanzhilfe für Athen nur im Notfall

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Düsseldorf (dpa) - Der Konjunkturchef des Münchner Ifo-Instituts, Kai Carstensen, hält finanzielle Hilfen der Europäischen Union für das hoch verschuldete Griechenland nur im äußersten Notfall für denkbar.

«Hilfen der EU sind nur denkbar, wenn Griechenland einen Abwärtsstrudel auslösen würde, der andere Länder mitreißen könnte», sagte Carstensen am Mittwoch im Gespräch mit «Handelsblatt Online». An solche Hilfen müssten aber klare Vorgaben zur Konsolidierung geknüpft werden, die auch faktisch durchgesetzt werden können, erläuterte der Ökonom. Dies bedeute, dass Griechenland seine finanzpolitische Souveränität zeitweise abtreten müsse.

Für inakzeptabel hält Carstensen dagegen Hilfen, die trotz ausbleibender Reformen gezahlt werden, um kurzfristig den Euro zu stabilisieren. Bevor Griechenland geholfen werde, müsse sich das Land allerdings selbst helfen, betonte der Ifo-Experte. «Dazu sind nachhaltige Reformen notwendig, die zu einer Rückführung des Defizits und mittelfristig auch der Verschuldungsquote führen», sagte Carstensen.

Finanzen / EU / Griechenland
11.02.2010 · 09:33 Uhr
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