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Inselstaaten fordern neuen «Klimadeal»

New York (dpa) - Die vom Klimawandel besonders betroffenen Inselstaaten haben einen stärkeren Abbau der Treibhausgase gefordert als bisher geplant.

Der von den Industrieländern bislang zugesagte Abbau der CO2-Emissionen laufe auf einen weltweiten Temperaturanstieg von 3 Grad hinaus, erklärte die «Allianz der Inselstaaten» (AOSIS) am Montag bei einem Gipfeltreffen in New York. Nötig sei jedoch eine Begrenzung auf höchstens 1,5 Grad, hieß es in einer gemeinsam verabschiedeten Erklärung der 42 Staaten.

«Unsere Bevölkerung leidet schon jetzt unter verheerenden Auswirkungen den Klimaerwärmung», sagte der maledivische Präsident Mohamed Nasheed und nannte die Erosion von Küstengebieten, das Verschwinden von Korallen, die Versalzung des Trinkwassers sowie Überschwemmungen und Wirbelstürme. «Die Grenze muss 1,5 Grad sein, damit wir überleben können.»

Die Konferenz führender Politiker aus den Inselstaaten fand zum Auftakt des UN-Klimagipfels statt, zu dem am Dienstag mehr als hundert Staats- und Regierungschefs in New York zusammenkommen wollten.

Die Umweltorganisation Greenpeace appellierte an die Verantwortlichen, die stockenden Gespräche für das Kyoto- Nachfolgeprotokoll wieder in Gang zu bringen. «Es ist Zeit, die Stellungen zu räumen, die Wissenschaft zu akzeptieren und gemeinsam das Notwendige zu tun, um die Welt vor dem Absturz ins Klimachaos zu bewahren», sagte Martin Kaiser von Greenpeace International.

UN / Klima
22.09.2009 · 12:55 Uhr
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