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Innenministerium plant drastische Änderungen in Leitung der Bundespolizei

Potsdam (dts) - Das Bundesinnenministerium plant drastische Änderungen in der Leitung der Bundespolizei in Potsdam. Wie das Nachrichtenmagazin "Focus" berichtet, steht Präsident Matthias Seeger vor der Ablösung. Er kann als politischer Spitzenbeamter ohne Angabe von Gründen in den einstweiligen Ruhestand versetzt werden.

Ein hoher Regierungsbeamter sagte dem Magazin, Seeger habe es in den vergangenen Jahren nicht verstanden, die riesige Polizeibehörde mit 41.000 Beamten in der Öffentlichkeit zu repräsentieren. Auch Vizepräsident Wolfgang Lohmann hat dem Bericht zufolge offenbar im Bundesinnenministerium keine guten Karten mehr. Der Führungsstil des 54-Jährigen sei bei den Mitarbeitern der Behörde sehr umstritten. Insgesamt will das Ministerium mit den einschneidenden Personalmaßnahmen die Zusammenarbeit mit der Bundespolizei verbessern. Wie "Focus" weiter berichtet, könnte Lohmann der seit eineinhalb Jahren vakante Posten des Berliner Polizeipräsidenten angeboten werden. Seeger, der kürzlich wegen seiner Kontakte zu Weißrussland kritisiert worden war, erfuhr in den vergangenen Tagen große Unterstützung von Mitarbeitern. Dutzende Beamte kritisierten in scharfer Form, dass Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) seinen Spitzenbeamten Seeger erneut nicht gegen öffentliche Kritik verteidigt habe.
DEU / Parteien
09.06.2012 · 09:32 Uhr
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